Einige Überlegungen zum Schritt in die Selbstständigkeit

 
Sich selbstständig machen heisst in der Regel, aus einer Tätigkeit als Angestellte oder Angestellter herauszutreten. Es kann auch heissen, sich von der Abhängigkeit von der Arbeitslosenkasse oder der Sozialhilfe zu befreien. Für die meisten ist dies ein sehr bedeutender Schritt, ungeachtet, ob jemand vor allem den eigenen Lebensunterhalt verdienen oder eine Firma aufbauen will. Die ersten Schritte unterscheiden sich nicht sehr. Immer ist wichtig zu wissen, was man produzieren, welche Dienstleistung man erbringen oder mit welchem Produkt man Handel betreiben will. Es braucht eine Vorstellung, wer dieses Produkt kaufen würde und wie man es selbst herstellen, bzw. erbringen oder sich beschaffen will. Man muss wissen, wie der Einstieg finanziert und wie der Ertrag plausibel abgeschätzt werden kann. Diese Fragen müssen gut überlegt sein, ob mit oder ohne formellen Businessplan.
 
Selbstständigkeit bedeutet mehr als nur selber für den Lebensunterhalt verantwortlich zu sein oder eine Firma zu betreiben. Selbstständigkeit ist vielmehr eine Lebenshaltung. Die Frage, ob genügend Aufträge eingehen, wird rasch zu einer existenziellen Frage. Das Leben mit dieser Ungewissheit begleitet die meisten praktisch während der ganzen Zeit ihrer Selbstständigkeit.
 
Erfahrungsgemäss ist die Startphase während der ersten zwei, drei Jahre eine kritische Zeit. Es ist auch erwiesen, dass Jungunternehmerinnen und -unternehmer, die in dieser Zeit ein Coaching beanspruchen, eine höhere Erfolgsquote vorweisen als solche ohne Coaching. Das ist auch der Grund, warum der Verein GO! – neben der Beratung durch die Geschäftsstelle – in der Zeit, bis der Kredit zurückbezahlt ist, so grossen Wert auf die Begleitung durch Mentorinnen und Mentoren legt.